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Montag, 10. Oktober 2022

9th Gig/9. Auftritt: Teestube Oase, Heppenheim 1989-01-21

On 21 January 1989 we had our ninth gig - our second in the youth centre Teestube Oase, Heppenheim. The place was full, the press had reported in advance and by now there was also something similar to a "loyal following". Well, at least some familiar faces came when the band played nearby and people didn't have too much trouble getting to the gig venue ...

The lightshow that night was probably the best we ever had. Christof and Christian had several slide projectors at the start again, plus one (or more?) Super 8 projectors. They also experimented with the projection of soap bubbles, the effect was similar to the old liquid light shows in the San Francisco ballroom scene in the late sixties.
















Unfortunately, the sound was not too good. We made quite a few mistakes, were nervous and played quite sloppy overall. The vocals were often distorted and too reverberated and sounded quite weird in parts. The instrumental parts were much more pleasant to listen to.

We played some classics like Black Queen and I'm Lost, but there were also some surprises especially for this gig. The two opener tracks (Helicopter/Reggae) were only played that one time and were sort of jam pieces that were never finished. Obviously we lost interest in working them out later and they were forgotten. Death Blues also made its debut at this gig, a song that stayed in the programme longer and was later heavily rearranged. Also heard for the first time were: Tracks of My Tears, Last Night, Angel of Mine and Sing A Song.
 

While the first part of the gig seemed rather disjointed, we got better and better and the highlight was definitely the somewhat arranged instrumental improvisation at the end of the concert, which we later called Blind. The whole thing was very Pink Floyd-heavy and was roughly based on the live improvisation played extremely rarely by PF, which is known to bootleg collectors under various names, such as Corrosion or Moonhead or also Libest Spacement Monitor. It started with the theme of Innocent Virgin, which led into the jam middle section of the song, then a kind of space and freestyle jam, ending in a church organ-like keyboard solo, before the blues-like riff of Moonhead kicked in, over which Peter played a dreamy slide guitar. The whole thing finally ended with the Innocent Virgin theme again after some spacy almost 14 minutes. Wow! Just wow! A dignified psychedelic ending to an otherwise musically rather mixed concert. 

The last gig with the MK-3 line-up: Dominik, Mike, Peter S., Jens. Shortly afterwards Jens didn't feel like drumming with us anymore and we had to start looking for a new drummer.

There is a live recording entitled Astral Projection (2 cassettes), but it is only circulated in the band's inner circle.

A video of this gig in moderate quality exists. (If I find the time sometime, I will have it digitised).

There was also considerable press coverage in the two local newspapers BA (Bergsträßer Anzeiger) and SüPo (Südhessische Post).

 

Am 21. Januar 1989 hatten wir unseren neunten Auftritt – unseren zweiten im Jugendzentrum Teestube Oase, Heppenheim. Der Laden war voll, die Presse hatte im Vorfeld berichtet und mittlerweile gab es auch so etwas Ähnliches wie eine „treue Anhängerschaft“. Na ja, zumindest kamen einige bekannte Gesichter, wenn die Band in der Nähe spielte und die Leute nicht allzu viel Aufwand hatten, um zum Auftrittsort zu gelangen …


Presseankündigungen in der Südhessischen Post (18.01.1989) und im Bergsträßer Anzeiger (19.01.1989).

Die Lightshow an diesem Abend war vermutlich die beste, die wir je hatten. Christof und Christian hatten wieder mehrer Diaprojektoren am Start und dazu einen (oder mehrere?) Super-8-Projektoren. Außerdem wurde mit der Projektion von Seifenblasen experimentiert, der Effekt war ähnlich dem der alten Liquid-Lighshows in der San-Francisco-Ballroom-Szene in den späten Sechzigern.

Leider war der Sound nicht allzu gut. Wir machten relativ viele Fehler, waren nervös und spielten insgesamt recht schlampig. Der Gesang war oft verzerrt und zu verhallt und klang teilweise ganz schön schräg. Die Instrumentalpassage waren da weitaus angenehmenr anzuhören.

Wir spielten einige Klassiker wie Black Queen und I'm Lost, es gab aber auch einige Überraschungen speziell für diesen Auftritt. Die beiden Opener-Tracks (Helicopter/Reggae) wurden nur dieses eine Mal gespielt und waren quasi Jam-Stücke, die nie fertig geschrieben wurden. Offenbar verloren wir später dann das Interesse daran, sie weiter auszuarbeiten, und sie gerieten in Vergessenheit. Auch Death Blues hatte bei diesem Gig sein Debüt, ein Song der noch länger im Programm blieb und später stark umarrangiert wurde. Ebenfalls zum ersten Mal zu hören waren: Tracks of My Tears, Last Night, Angel of Mine und Sing A Song.

Während der erste Teil des Gigs noch irgendwie recht zerfasert wirkte, wurden wir zunehmend besser und der Höhepunkt war dann definitiv die stellenweise arrangierte Instrumental-Improvisation am Ende des Konzerts, der wir später den Titel Blind gaben. Das Ganze war doch sehr Pink-Floyd-lastig und orientierte sich grob an der von PF extrem selten gespielten Live-Improvisation, die Bootleg-Sammlern unter verschiedenen Namen bekannt ist, etwa Corrosion oder Moonhead oder auch Libest Spacement Monitor. Los ging sie mit dem Thema von Innocent Virgin, das ging über zu dem Jam-Mittelteil des Songs, dann folgte eine Art Space- und Freestyle-Jam, der in einem Kirchenorgel-artigen Keyboardsolo endete, bevor das Blues-artigen Riff von Moonhead einsetzte, worüber Peter eine traumhafte Slidegitarre spielte. Das Ganze endete schließlich nach abgespacten knapp 14 Minuten wieder mit dem Innocent-Virgin-Thema. Wow! Einfach nur wow! Ein würdevoller psychedelischer Abschluss eines musikalisch ansonsten eher durchwachsenen Konzerts. 

Der letzte Gig in der MK-3-Besetzung: Dominik, Mike, Peter S., Jens. Kurz darauf hatte Jens keine Lust mehr, bei uns zu trommeln, und wir mussten uns auf die Suche machen nach einem neuen Drummer.

Es gibt einen Live-Mitschnitt mit dem Titel Astral Projection (2 Kassetten), der aber nur im engsten Kreis der Band zirkuliert(e).

Es existiert ein Video vom Auftritt in mäßiger Qualität. (Wenn ich irgendwann die Zeit dafür finde, werde ich es einmal digitalisieren lassen.)

Außerdem gab es ein beachtliches Presseecho in den zwei lokalen Zeitungen BA (Bergsträßer Anzeiger), und SüPo (Südhessische Post).

Songlist:
Helicopter
> Reggae
-> Black Queen
Brainstorm
Car Car
Death Blues
Tracks of My Tears
I'm Lost
Angel of Mine
Jack o' Lantern
Annemarie
Last Night
Sing A Song
Blind (Improvisation)



Presseberichte in der SüPo (23.01.1989), Lorscher Tageszeitung (BA) am 24. und 25.01.1989.

Schon bemerkenswert, dass sich in nahezu allen Texten Fehler finden, doch der BA hat im Bericht am 24.01. echt den Vogel abgeschossen, indem er kurzerhand die beiden Bestandteile des Bandnamens vertauschte. Tja, Lokaljournalismus ist eben selten Qualitätsjournalismus. Aber das trifft ja oftmals nicht nur auf die kleinen Blätter zu … 

It's remarkable that there are mistakes in almost all texts, but the BA really took the cake in the report on 24.01. by swapping the two parts of the band's name without further ado. Well, local journalism is rarely quality journalism. But that often does not only apply to the small papers ...


Freitag, 21. August 2020

Februar 1985: Teestube Oase, Heppenheim – 2ter Gig

Am 2. Februar 1985 ist es endlich so weit: der erste „richtige“ Gig vor Publikum im Heppenheimer Jugendzentrum „Teestube Oase“. 

Besetzung: Dominik: voc., keyb.; Peter: g., Mike: bs; Jens: dr. und Björn bei (s)einem Stück: sax. & voc.

Und siehe da, der Laden ist voll bei unserem zweiten Auftritt.

Hier die gekürzte/editierte Jack-o'-Lantern-Version. 

Die ungekürzte Version ist fast 26 Minuten lang inklusive eines 8-minütigen Schlagzeugsolos. Rau und ein wenig schlampig gespielt, wie das damals eben so war ... Die größten Fehler habe ich rausgeschnitten. Wie das Ende klingen sollte, waren wir uns wohl nicht so ganz einig.

On February, 2nd 1985 the time has finally come: the first "real" gig in front of an audience in the Heppenheim youth centre "Teestube Oase".

Line-up: Dominik: voc., keyb.; Peter: g., Mike: bs; Jens: dr. and Björn on (his) one song: sax. & voc.

And lo and behold, the place is full at our second gig.

Here is the shortened/edited Jack o' Lantern version.

The unedited version is almost 26 minutes long including an 8 minute drum solo. Rough and a bit sloppy playing, as it was back then ... I cut out the biggest mistakes. Obviously we didn't quite agree on how the end should sound…



Jack o' Lantern ist einer der Songs, an denen die drei Hauptkomponisten alle gut zusammengearbeitet haben. Das Hauptthema sowie der Text waren von Dominik, aber die einzelnen Parts im Mittelteil waren von Peter und Mike. Wenn ich mir das heute so anhöre, fühle ich mich fast an frühe NEKTAR erinnert, natürlich alles viel schlampiger und nicht so ausgearbeitet, aber die Art und Weise, verschiedene Themen aneinanderzuhängen, da gibt es schon Parallelen. 

Jack o' Lantern hat sich immer weiterentwickelt; es kamen schon bald neue Parts dazu (auch für den Gesang), neue Arrangements und vor allem haben wir alles mehr durcharrangiert und auf das ziellose "Gedudel" im Mittelteil weitgehend verzichtet.

In gewisser Hinsicht war der Song ein Vorläufer des späteren Cloud-Nine-Klassikers Draw Down The Distance. Irgendwie fanden wir es immer spannend, längere Songs zu machen und nicht nur dreiminütige Rocksongs. Und typisch waren eben auch die improvisierten Take-off-Parts in der Mitte oder gegen Ende eines Songs (etwa später auch bei Songs wie Draw Down The Distance, Survivor und Empty and Cold).  

Jack o' Lantern is one of the songs that the three main composers all worked well together on. The main theme and lyrics were by Dominik, but the individual parts in the middle section were by Peter and Mike. When I listen to it today, I almost feel reminded of early NEKTAR, of course everything is much sloppier and not as elaborated, but the way of stringing different themes together, there are parallels.

Jack o' Lantern has always evolved; we soon added new parts (also for the vocals), new arrangements and above all we arranged everything more thoroughly and largely did it without the aimless "tootling" in the middle part.

In a way, the song was a precursor of the later Cloud Nine classic Draw Down The Distance. Somehow we always found it more exciting to make longer songs and not just three-minute rock songs. And the improvised take-off parts in the middle or towards the end of a song were also typical (for example later on songs like Draw Down The Distance, Survivor and Empty and Cold). 

Narration For Entering Galaxy (With Common Substitutes) (edited) 

This was the only track cowritten by guest sax player Björn J. and bassist Mike S. The main riff is based on the Quicksilver Messenger Service's treatment of Bo Diddley's Mona.

The title of that song is kind of self-explanatory.

I'm walking down the street watching raindrops passing by 
Obscure things appear to me, reflecting colours on my way
Colourful enclosed by light from empty windows
 Dazed and confused he's on the road right now
Let's hear what's coming up next.

Unknown sculptures are presented to my view not knowing what they mean
Mysterious figures dance around me, movement is magnetizing me
Evidently there is no escape
Helpless I am drifting away, surprised it is electrifying him
Let's hear what's coming up next.
 
Istantaneously I'm realizing that there is a door right on my way,
the sparkling way
Melting music comes right out of it
Floating in the air I'm entering this magical door, Cloud Nine is welcoming me!
He's slipping away to a starlit path 
Let's hear what's coming up next.
 
But at the end I know I had been dreaming
Elegant illusion was drifting me up, high through the sky
Clouds surrounding me
Rainbows brought me down, still I remember all this light
My weakness became obvious:
Thinking is the best way to travel

Es ist sogar jemand vom Hessischen Rundfunk da, der Tonaufnahmen und ein kurzes Interview mit der Band macht. (Ein kurzer Auszug der Hard-Rock-Nummer Have You Got It Yet? wird tatsächlich im Radio gespielt! Leider hat damals niemand den Beitrag mitgeschnitten.) Außerdem erscheinen später Artikel in der SüPo (Südhessische Post), sogar mit Foto, sowie in der Schülerzeitung des Starkenburg-Gymnasiums Heppenheim, der Starschulze Nr. 5.

Wieder wird der Auftritt von unserer psychedelischen Lighshow untermalt – in erster Linie Projektionen dreier Diaprojektoren und des selbstgedrehten Super-8-Films Cloud Nine meets the Psychedelic Banana, besser bekannt unter dem Namen Der Bananenfilm.

Bemerkenswert außerdem: Dominik übernimmt nicht nur den Gesang, sondern spielt zum ersten Mal auch Keyboards. Außerdem wird wieder fleißig improvisiert: Rainfrontier ist über 14 Minuten lang, Jack o' Lantern bringt es inklusive einem Schlagzeugsolo von knapp 8 Minuten auf insgesamt gut 25 Minuten, und der Encore-Jam dauert immerhin 13 Minuten.

There is even someone from the Hessischer Rundfunk who makes sound recordings and a short interview with the band. (A short excerpt of the hard rock number Have You Got It Yet? is actually played on the radio! Unfortunately, no one recorded it at the time). Articles also appear later in the SüPo (Südhessische Post), even with a photo, as well as in the student newspaper of the Starkenburg-Gymnasium Heppenheim, the Starschulze No. 5.

Again, the performance is accompanied by our psychedelic light show - primarily projections of three slide projectors and the Super 8 film Cloud Nine meets the Psychedelic Banana, better known as The Banana Film.

Also noteworthy: Dominik not only takes over the vocals, but also plays keyboards for the first time. In addition, there is again a lot of improvisation: Rainfrontier is over 14 minutes long, Jack o' Lantern, including a drum solo of just under 8 minutes, lasts a good 25 minutes in total, and the Encore Jam lasts 13 minutes.

 

Songlist 02-02-1985:

– Locomotive Breath  (als Instrumental-Intro)
– Soldier (The World's Gotta Change)
– Have You Got It Yet?
– Stoned (Blues Instrumental)
– Acidhead
– Rainfrontier
– Narration for Entering Galaxy (with Common Substitutes)*
– Innocent Virgin
– Jack-o'-Lantern*
– Encore Jam* 

(außerdem, Reihenfolge unklar:) 
– (I Never Wanna Be Your) Clown
– Colouful Storm
 
(und als Zugaben***, Reihenfolge unklar:)
– Smoke On The Water****
– Paranoid ****
– Sunshine of Your Love**
 
* mit Björn Sprechgesang und/oder Saxofon
** mit Karl Härter an den Drums
*** ev. wurde auch Gloria gespielt
**** mit Markus H. und Christof K. Gesang

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Die Presseberichte 

nach dem ersten offiziellen Gig in der Teestube Heppenheim am 2.2.1985 (Südhessische Post und Schülerzeitung Starschulze):

The press reports

after the first official gig in the Teestube Heppenheim on 2.2.1985 (Südhessische Post and school newspaper Starschulze - sorry, in German only):


 

Da hat der nette Herr von der Süpo wohl was falsch verstanden: Cloud Nine, der erste Teil des Bandnamens, ist ein Psychedelic-Soul-Song, der natürlich von den Temptations stammt, und der zweite Teil des Bandnamens (Vitamin C) ist ein Song von Can.

MB, der Verfasser der Konzertkritik in der Starschulze, der Dominiks gesangliche Qualitäten doch ein wenig, nun ja, sagen wir mal in Frage stellte, war kein anderer als Markus B., den wir nach diesem Gig kurzerhand als Sänger verpflichteten. So viel sei schon einmal verraten: Er war bei zwei Auftritten dabei, bevor er das Handtuch warf. Seinen Debütauftritt mit der Band hatte er heftigst versemmelt, und nach seinem zweiten Versuch hatte er dann genug. War ihm wohl zu stressig, den Frontman zu machen ...

The nice gentleman from the Süpo must have misunderstood something: Cloud Nine, the first part of the band's name, is a psychedelic soul song, which of course is from the Temptations, and the second part of the band's name (Vitamin C) is a song by Can.

MB, the author of the concert review in Starschulze, who,
well, let's say, questioned Dominik's vocal qualities a little bit, was none other than Markus B., whom we hired as singer after this gig without further ado. This much can be revealed already: He joined the band for two gigs before throwing in the towel. He had messed up his debut gig with the band, and after his second attempt he had had enough. It was probably too stressful for him to be the frontman.